Brandschutzübung in der Pneumologiepraxis Dr. Jäger

Am 6. Juli loderten Flammen vor den Toren des Steintorpalais. Alle Mitarbeiter der pneumologischen Praxis Dr. Jäger übten sich im Löschen von Bränden. Wenige Wochen vorher hatte es bereits in der Praxis eine theoretische Einführung in den Brandschutz gegeben.

Zwei Männer von der Halleschen Feuerwehr entfachten ein Feuer in einem Eisenbehälter, das von jedem einzelnen Mitarbeiter der Praxis vorschriftsmäßig gelöscht werden sollte. Die Mitarbeiter der Feuerwehr erläuterten, dass es keinesfalls egal ist, ob man ein Feuer mit Wasser, Pulver oder CO2 löscht. Nach anfänglichen Zögern haben es alle Praxismitarbeiter geschafft, das Feuer zu löschen. Es kostete einige Überwindung, so nahe an das Feuer heranzugehen, dass man es wirklich effektiv und sicher löschen konnte.

Brandschutzübung Einweisung

Kurz vor der Übung werden alle Mitarbeiter noch einmal eingewiesen.

Es war schon ein großer Unterschied, einerseits theoretisch zu wissen, wie ein Feuer gelöscht wird und andererseits in der Praxis jeden Handgriff selbst durchführen zu müssen: die Sicherung von dem Handfeuerlöscher entfernen, das Gewicht in den Händen spüren, die Löschpistole bedienen, den Wasserstrahl mit dem Schlauch richtig lenken.

Es gibt keinerlei „Rückstoß“ des Löschschlauches wie manche der Teilnehmerinnen befürchtet hatten; es ist nicht schwieriger als einen Gartenschlauch zu halten.

Brandschutzübung

So schlimm ist es mit dem Rückstoß ja doch nicht!

Zuerst soll man von oben das Feuer einkürzen, damit die Hitze geringer wird und man näher herangehen kann, um dann das Zentrum der Flammen direkt zu bekämpfen. Bei einigen Feuerlöschern muss man erst, um ihn zu aktivieren, einen Schlagknopf betätigen. Auch das ist für eine Frau problemlos zu schaffen. Dadurch wird im Inneren des Feuerlöschers eine Gaspatrone geöffnet, die dann den Gesamtbehälter unter Druck setzt und das Löschen ermöglicht. Feuerlöscher, die von Anfang an gebrauchsfertig sind, also immer unter Druck stehen, können im Laufe der Zeit an Druck verlieren und im Ernstfall nicht mehr einsatzbereit sein.

Brandschutzübung Schlagknopf

Bei manchen Handfeuerlöschern muss zuerst ein Schlagknopf beätigt werden.

Mit welch großem Ernst an die Übung herangegangen wurde, ist an den Mienen der Frauen und Ausbilder zu sehen!

Eine derartige Übung liefert den Mitarbeitern Informationen, welche Feuerlöscher im Betrieb vorhanden und wie sie zu bedienen sind. Brandschutzunterweisungen sind im Qualitätsmanagement eines jeden Betriebes vorgeschrieben. Eine praktische Übung wie bei uns geschehen ist zwar nicht Pflicht, aber nach Ansicht von Frau Dr. Jäger viel einprägsamer als ein nur theoretischer Vortrag.

Alle Teilnehmer wissen nun, dass Wasserfeuerlöscher generell in Räumen mit elektrischen Geräten nicht eingesetzt werden dürfen, da dadurch Kurzschlüsse entstehen und nicht brandgeschädigte Geräte Schaden nehmen würden.

Pulverfeuerlöscher hinterlassen hartnäckige Rückstände durch das ausgesprühte Pulver. Am schonendsten sind die CO2-Feuerlöscher, die die Flammen quasi ersticken und rückstandsfrei sind.

Unbedingt merken muss man sich, dass alle Handfeuerlöscher in weniger als 30 Sekunden bei durchgehendem Betrieb leer sind… Man sollte sie also gezielt einsetzen und nicht aus zu großer Entfernung auslösen.

Überhaupt sind Handfeuerlöscher nur bei sehr kleinen Brandherden, z.B. Papierkorb- oder Schwelbränden sinnvoll einsetzbar.

Bei etwas größeren Bränden ist das Evakuieren der Räume und der Feuerwehralarm ohne Zeitverzögerung durchzuführen!

Handfeuerlöscher in Betrieben oder Privaträumen müssen regelmäßig überprüft und gegebenenfalls erneuert werden; sie erhalten dann jeweils eine Kennzeichnung mit einer Plakette, wann überprüft wurde und wann die nächste Kontrolle vorgeschrieben ist.

Alle Beteiligten hatten jedenfalls Spaß an der Feuerlöschübung und es war sehr einprägsam. Eine derartige Übung kann allen Betrieben nur empfohlen werden.

Die Männer von der Feuerwehr empfahlen sogar, für jede Etage eines Betriebes einen Brandschutzhelfer ausbilden zu lassen. Dann sei man noch besser für den Ernstfall gerüstet.

 

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