Exhalat-Analyse auf Stickstoffmonoxid

Bei einer Exhalat-Analyse untersucht der Arzt oder Chemiker die Luft, die eine Person ausatmet, nach verschiedenen biochemischen Parametern. Diese Ausatemluft – das Exhalat – besteht zu einem großen Teil aus Wasserdampf und darin gelösten Stoffwechselprodukten. Sie können durch Kühlung kondensiert und analysiert werden. Zur Gewinnung des Exhalats atmet der Patient über ein Mundstück durch ein Ventil, das Ein- und Ausatemluft voneinander trennt. Die Ausatemluft wird über ein Kühlfalle geleitet und das so gewonnene Kondensat auf bestimmte Substanzen hin analysiert. Gut untersuchte Biomarker sind unter anderem Stickstoffmonoxid (NO) und Wasserstoffperoxid (H2O2). Sie sind Marker für Entzündungen der Atemwege und eignen sich gut zur Überprüfung des Erfolgs einer Therapie, zum Beispiel bei Asthmatikern.

FeNO-Messung

Der Patient atmet langsam und gleichmäßig über das Mundstück aus. Ein Spezialfilter mißt den Gehalt an ausgeatmetem Stickstoffmonoxid.

Die bei uns angebotene Stickstoffmonoxid Messung dient dazu, die Konzentration an FeNO in der Ausatemluft der Patienten zu bestimmen. Bei akuten Entzündungen in den Atemwegen (akute Bronchitis) aber v.a. bei allergischem Asthma bronchiale sind diese Werte deutlich erhöht, bei Rauchern eher erniedrigt. Die FeNO-Messund versteht sich dabei als Ergänzung zur Lungenfunktionsmessung. V.a. wenn die unspezifische bronchiale Provokation zu keiner messbaren Verengung der Atemwege geführt hat, kann ein erhöhter FeNO-Wert als entscheidender Hinweis auf ein aktives Asthma bronchiale verwertet werden.

Diese Untersuchung wird als sogenannte „Eagle Leistung“ in unserer Praxis angeboten, d.h. der Patient muss einen Unkostenbeitrag von 20,- Euro leisten, da diese Untersuchung noch nicht von den Krankenkassen bezahlt wird und für jede einzele Messung ein Spezial-Messfilter verbraucht wird.