Sauerstofftest

Fällt der Sauerstoffwert im Blut in Ruhe wiederholt unter den kritischen Wert von 7,3 kPa ab (bei zusätzlichen schweren Herzerkrankungen unter 8,0 kPa) so ist für den Patienten ggf.  eine häusliche Langzeit-Sauerstofftherapie indiziert und einzuleiten.

Die Schwester bespricht mit der Patientin die Durchführung des Sauerstofftests. Über einen Plastikschlauch in der Nase wird ihr über 30 Minuten Sauerstoff aus einem Konzentrator zugeführt. Danach werden erneut die Blutgase gemessen.

Dies bedeutet, dass sich der Patient zuhause über 12-16 Stunden am Tag Sauerstoff über einen Sauerstoff-Konzentrator oder über ein Flüssig-Sauerstoffsystem zuführt, um diese Werte wieder anzuheben. Da der Sauerstoffwert im Blut nach Ausschaltender Sauerstoffzufuhr innerhalb kurzer Zeit wieder auf kritische Werte abfällt, muss die Sauerstoffzufuhr in der Regel über sehr viele Stunden am Tag und in der Nacht angewendet werden, bei fortgeshrittenen Lungenerkrankungen manchmal „rund um die Uhr“.

Um die anzuwendende Sauerstoffdosis herauszufinden und um zu erkennen, ob es unter der Sauerstoffzufuhr zu einem kritischen Anstieg des CO2 kommt, welches zu Müdigkeit bis hin zu starker Schläfrigkeit führen kann, wird in der Lungenarztpraxis der sogenannte „Sauerstofftest“ durchgeführt.

Hierzu wird der Patient an einen Sauerstoffkonzentrator gesetzt und ihm der Sauerstoff über 30 Minuten kontinuierlich über eine Nasensonde zugeführt. Am Anfang und Ende dieses Testes wird der O2-Gehalt im Blut überprüft und die Dosis so lange modifiziert, bis die passende Dauerdosis gefunden ist, die dann auf der Verordnung für die Krankenkasse vermerkt werden muss und die der Patient zuhause appliziert. In regelmäßigen Abständen bestellen wir die Patient unter Sauerstofftherapie in die Praxis, um die anzuwendende O2-Dosis anzupassen.

Patient an einen Sauerstoffkonzentrator